Dekov: Hanf wurde nicht nur genossen, sondern auch gegessen!

 Vlatko Dekov von der mazedonischen NGO "HOPS" (Healthy Options Project Skopje) nahm an einer TV-Debatte der Sendung "360 Grad" teil. Mit der Thematik: rechtliche Initiative zur Legalisierung von Cannabis in Mazedonien. Dabei machte er eine interessante Aussage: In bestimmten Teilen Mazedoniens wurde Hanf sowohl zum Essen als auch als Genussmittel verwendet!

In dem Interview zitierte er unter anderem Forschungen des britischen Professors David Nutt zur Schädlichkeit aller Arten von Substanzen.

- Alkohol steht an erster Stelle, an zweiter Stelle steht Heroin, an dritter Stelle steht Crack, an vierter Stelle steht Methamphetamin, an fünfter Stelle steht Kokain, an sechster Stelle steht Tabak, an siebter ist Amphetamin, an achter Stelle steht Cannabis. Ich weiß, dass dies für einige Bürger radikal klingt, aber wir müssen endlich die relevanten Daten verwenden.

Er sprach auch über die Feldforschung von HOPS, über die traditionelle Verwendung von Hanf in Mazedonien. 

- Wir haben einige sehr interessante Daten erhalten. Hanf wird in unserem Land seit vielen Jahren für verschiedene Zwecke verwendet. Wir alle wissen um seine Verwendung in der Industrie, zur Herstellung bestimmter Textilien, Garne, Seile, Kleidung usw., aber wir fanden Informationen, dass es in bestimmten Teilen Mazedoniens als Lebens- und Genussmittel verwendet wurde. Dies ist im Strumica-Dorf Dobrejci der Fall, wo die meisten Einwohner den Konsum von Cannabis als Genussmittel nicht ablehnen. Vor einigen Jahren kam eine 'lustige' Information heraus - ein Mann aus Strumica berichtete der Polizei, dass ihm Marihuana geraubt wurde. Es wurde gescherzt, 'wer ist dieser Dummkopf, wie kann er so etwas der Polizei melden'. Aber das sagt uns, dass der Mann glaubt, dass Marihuana sein persönliches Recht ist, dass niemand von seinem Marihuana stehlen sollte, ohne zu berücksichtigen, dass er sich tatsächlich selbst belasten kann. Menschen in bestimmten Teilen Mazedoniens betrachten dies jedoch als ihr natürliches Recht. Wenn die Gesetze verabschiedet werden, müssen wir das alles berücksichtigen - so Dekov.


Er sagte, dass ein geeignetes Regulierungsmodell angeboten werden sollte, da der Erwerb trotz der geplanten Entkriminalisierung des Marihuana-Besitzes immer noch ein 'Verbrechen' bleiben wird.

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